Seit den Winterferien haben sich Chris und ich auf diese Flugferien gefreut. Die Woche im 2007 war absolut genial und schon fast unschlagbar. Ob es wohl im 2008 wieder so toll werden würde?
Leider hat am Montag und Dienstag eine riesige Kaltfront über ganz Europa auch dem letzten Optimisten das Genick gebrochen. Aber wer Housi kennt, weiss dass wenn es irgendwie eine Möglichkeit zum Fliegen gibt, er diese suchen und finden wird.
Und so sind wir dann (Housi „Chefente“, René „Fahrente“, Heinu „Oldie-Ende“, Chris „Tieffliegerente“ und Isa „Nachfliegente“) ab Mittwoch zu tollen Flügen gekommen.
Am Mittwoch haben wir drei (einige Unermüdliche sogar vier) Flüge am Lac d’Annecy gemacht: 1. Flug, ein Gleitflug in Talloirs inklusive Fahrente. 2. Flug, ein toller Soaringflug in mitten von x anderen Piloten erneut in Talloirs, den 3. Flug „Streckenflug“ von Talloirs ans Ende des Sees. Housi, Chris und ich haben uns einfach mit dem Wind in diese Richtung blasen lassen. War eine witzige Erfahrung so dem Seerand ohne Landemöglichkeiten einfach vom Winde verblasen zu werden. Chris und ich haben dann noch einen vierten Flug gemacht in Marlens. Leider hat uns dort eine dicke Regenwolke das abendliche Soaring vermiest, aber runter geflogen sind wir trotzdem noch.....
Am zweiten Tag haben wir den ersten kleinen Thermikflug in Marlens gemacht. Housi hatte uns eine riesige Aufgabe gestellt, welche aber in einen lokalen Thermikflug umgewandelt wurde. Die Luft war noch zu feucht um wirklich hoch und weit zu kommen. Den zweiten Flug an diesem Tag haben wir vom Col de la forclaz aus gemacht. Housi, Chris und Isa sind unter dicken fetten Wolken vom Col de la Forclaz nach Talloirs geflogen. Dort wurden Chris und Isa Opfer einer riesigen Abschattung, welcher auch zahlreiche andere Piloten nicht ausweichen konnten. Housi hat dank seiner immensen Höhe „überlebt“ und flog über den See und zurück. Die Fotos als Beweis könnt ihr in der Gallerie bewundern. Chris und ich fanden eine Mitfahrmöglichkeit und konnten so einen genialen dritten Flug vom Col de la Forclaz in Richtung Marlens geniessen. Kost und Logis im empfehlenswerten Gite beim „Housi de la France“ Patrick Berod.
Am dritten Tag fuhren wir zum Col de la tamié. Nach 20 minütigem steilem Fussaufstieg (ein riesiges Bravo an Heinu, welcher mit seinen72!! Jahren diese Leistung vollbracht hat!) wurden wir mit einer wunderschönen Aussicht, perfektem Wind von vorne und einem tollen aber sehr sportlichen Thermikflug belohnt. Gemeinsam haben wir dann beschlossen, dass wir unseren letzten Flug am Salève machen würden. Housi konnte bald einmal starten, für die anderen war es noch etwas gar sportlich. Nachdem wir dann den Startplatz gewechselt hatten konnten auch Chris und ich einen tollen Abend-Soaring-Thermikflug geniessen.
Ich möchte mich bei Housi, René, Heinu und Chris für die tollen drei Tage herzlich bedanken. Ich habe erneut sehr viel gelernt, habe Flüge erlebt, welche ich ohne Ansporn und Vorfliegen (deshalb der Name Chefente, weil wir jeweils wie die kleinen Entlein in Reih und Glied hinter ihm hergeflogen sind) von Housi bestimmt nicht gewagt hätte und durfte tolle Kameradschaft erleben.
Also, überlegt nicht zu lange und schreibt euch fürs nächste Jahr auch ein!!!
Isabelle Blessing